Getreu dem aktuellen Motto: „Bei Schweinegrippe, lassen wir die Sau raus.“ reiste eine Delegation vom Olympic Sportclub Wasungen e.V. nach Gera. Dort fand zum 9. Mal der Thüringer Löwenpokal statt. Doch leider hatte die Grippewelle bei den Wasungern besonders hartnäckig zugeschlagen. Nicht nur Trainer und Vereinsvorsitzende Udo Genßler kränkelte, auch sieben seiner Kämpfer waren offensichtlich angeschlagen. Zwei von Ihnen mussten gleich zu hause bleiben und das Bett hüten. Die restlichen Sportler wollten trotzdem antreten und brachten durchaus beeindruckende Leistungen.

In der Leistungsklasse 1 konnten Eva-Maria Merker und Chris Zimmermann ihre Leistungen gleich im ersten Kampf eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sie dominierten ihre Gegner und gewannen deutlich. In den späteren Finalkämpfen waren sie ausgelaugt und von Erschöpfung gezeichnet. Trotzdem hielten sie die Kämpfe bis zum Ende offen und verloren nur knapp.

 

Ebenso erging es Friedericke Creutzburg. Sie war in den ersten Kampfminuten zu zurückhaltend und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Lukas Burkardt wurde unverständlicher Weise bis 49kg eingeteilt. Er hatte nicht die Kraft sich in dieser Gewichtsklasse zu behaupten und schied vorzeitig aus.

 

Gleich sechs junge Kämpfer hatten ihr Kampfdebüt beim Löwenpokal. Besonderen Eindruck hinterließ dabei Marlen Kohlberg. Als ob sie noch nie etwas anders gemacht hätte, legte sie sofort zu und beherrschte ihre Gegnerin klar. Durch unglückliche Entscheidungen des Punktrichters, kam es zu einem Unentschieden und damit zur Verlängerung, in der sie nur knapp verlor.

 

Melanie Richter, Davina Gebhardt, Michelle Ströder und Leonie Marr, hatten es gleich in ihren ersten Kämpfen mit wesentlich erfahreneren Gegnerinnen zu tun. Sie konnten ihr Talent hier noch nicht zeigen, zu groß war der Respekt. Im kleineren Finale besiegte Michelle in einem sehenswerten Kampf, ihre Vereinskameradin Davina nach Punkten und gewann damit Bronze. Auch Tim Ackermann und Luca-Bastian Bartel hatten gleich zu Beginn die späteren Turnier-Sieger vor sich.

 

Trotz beherztem Auftreten gelang es nicht die notwendigen Punkte zu erreichen. Beide schieden daher vorzeitig aus.

 

Auch Antonia Genßler fand kein Mittel ihre Gegnerin unter Druck zu setzen. Immer wieder geriet sie in Rückstand. Ihre Kraft reichte nicht aus, um diesen auszugleichen. Im Kampf um Platz drei, setzte sie sich gegen ihre Vereinskameradin durch.

 

Durch zwei gewonnene Kämpfe, gelangte auch der immer stärker werdende Nikolas Thein ins Finale. Doch gerade da verließ ihn das Glück. Knapp verlor er sein Finale und gewann somit Silber. Das trotz der 6 Finalkämpfe weningstens 1 x Gold gewonnen wurde, ging auf das Konto von Florian Strauch. Er bezwang in einem sehr spannenden Finale seinen unbequemen Gegner nach Punkten. Dieser hatte bereits vorher seinen Zwillingsbruder Felix knapp besiegt. Um so größer war die Freude, dass Florian die Revanche gelungen war.

 

In Anbetracht der Krankheitsausfälle waren die Trainer dann doch mit dem Ergebnissen zufrieden. Auch wenn das Kampfdebüt bei einigen Startern noch unglücklich ausfiel, wurden die Erwartungen durchaus erfüllt und lässt für den Vereinsnachwuchs noch so einiges hoffen.

Udo Genßler

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